Prana – Energie

Prana – Energie: der Kern des Hatha-Yoga.

Atmen belebt uns für gewöhnlich. Jeder von uns kennt die vitalisierende Wirkung tiefen Atmens. Im Yoga geht dies noch weiter: Der Atem ist darin das hauptsächliche Mittel um die eigene Lebensenergie – Prana – zu aktivieren und zu steuern. Die entsprechenden Übungen heißen Pranayama – Ausdehnen der Lebensenergie.

Der Atem gilt im Yoga als das System, welches Körper und Psyche (Geist) verbindet. Gedanken und Gefühle sind mit der Atemtätigkeit eng gekoppelt. Deshalb eignet sich die Atmung auch so gut, um psycho-physische Haltungsmuster und damit unsere inneren Wirkungsmechanismen zu beeinflussen.

Die traditionellen Hatha-Yoga-Schriften stellen Pranayama und die Erweckung von Kundalini in den Mittelpunkt des yogischen Bemühens. Asanas (Körperstellung), Bandhas (yogische Verschlüsse) und Mudras (symbolisch-physiologische Körpergesten) dienen einerseits als notwendige Vorbereitung.

Nach dem  originalen Yoga-System aus vorvedischer Zeit kommt es darauf an, die Energien (Prana) in sich zu aktivieren und zu erfahren. Die Marmas im Körper (besonders sensible „Schalt“-Stellen) und die feinstofflichen Energiebahnen (Nadi) werden durch das Üben des Hatha-Yoga aktiv, vergleichbar mit einer „Akkupunktur von innen“. Durch die manchmal einfach erscheinenden, aber hocheffektiven Übungen können wir eine Ahnung bekommen, was diese machtvolle archaische Yoga Praxis bewirken kann und welche Möglichkeiten der Transformation des eigenen Seins daraus erwachsen können.

So vermitteln die Übungen bei entsprechender und bewusster Ausführung bereits eine Erfahrung der inneren Energie Prana und ihrer Wirkungen auf den Körper und die feinstofflichen Hüllen des Geistes. Und schließlich ist Prana auch die Basis für die eigene Transformation und spirituelle Entwicklung.

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